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Dieter Broers: Die neue Ordnung im Chaos des Lebens

Interview Dieter Broers:  Die globale Bewusstseinsrevolution

Chaos und Ordnung bestimmten schon immer die Zukunft der Menschheit. Dieter Broers geht solchen Beobachtungen seit Jahrzehnten auf den Grund. Er erforscht die Wissenschaft des Bewusstseins auf der Grundlage einer neuen Biophysik und einer ganzheitlichen Weltsicht, in der Materie und Bewusstsein nicht trennbar sind. Der Naturwissenschaftler und Philosoph ist der Meinung, dass das zunehmende Chaos der heutigen Welt schon bald in einer „neuen Ordnung“ aufgeht. Konkret heisst das, dass der Menschheit der nächste Evolutionsschritt bevorsteht. Verbunden mit dem Untergang unserer derzeitigen anormalen, asozialen, chaotischen Welt und einem Aufgang einer neuen Kultur, die nicht so auf egoistische Maxime ausgerichtet ist. Aus diesem Anlass veranstaltete Dieter Broers im Herbst 2016 in Wien den Kongress „Chaos & Ordnung – Was bestimmt die Zukunft der Menschheit?“

 

Seit Beginn der Zivilisation sucht der Mensch nach Erklärung für das Leben. Ein Denkmodell haben Sie in Ihrem Buch „Der Matrixcode“ vorgestellt, können Sie das kurz zusammenfassen?

Es gibt ein künstliches Selbst von uns, das ist eine Form in die wir hineinwachsen und das elementare Selbst als Wesenskern. Da gibt es eine große Differenz. Als Kleinkind sind wir noch in beiden Welten zuhause und bekommen das noch mit. Aber mit der Zeit verlassen wir diese Welt der „Matrix“ immer mehr, bis wir auf unseren Namen reagieren und uns damit identifizieren. Dass dahinter noch eine andere Realität ist, daran erinnere ich in meinen Büchern zum Beispiel im „Matrix-Code“.

Schon Einstein hat bemerkt, dass nichts ohne Ordnung existieren kann. Andererseits kann auch nichts ohne Chaos entstehen. Wie wichtig ist Chaos, für das Leben, die Menschheit und die Welt? Chaos ist die Voraussetzung dafür, um neues Leben, neue Systeme in einem höheren Ordnungsniveau zu erstellen. Evolutionsschritte gehen immer einem chaotischen Zustand voraus.

Chaos und Ordnung sind komplementär. Sie sind nicht entweder oder, sondern sie bedingen einander. Sie sind sowohl als auch. Ich habe das Thema für den Kongress aus dem Grund gewählt, weil es im Kontext der neuen Zeit steht. Wenn man einen Realitätsabgleich vornimmt, eine Standpunktbestimmung, dann stellt man fest, dass die Welt aus den Fugen geraten ist. Alles nimmt zu – Klimaveränderungen, soziale Veränderungen – und zwar nicht linear, sondern exponentiell. Irgendwo gibt es aber eine Grenze. Von diesen Grenzen weiß ich, dass sie aus dem Chaos heraus die Struktur für eine neue Ordnung geben.

Kann man sagen, wie oft diese chaotischen Zustände immer wieder passieren? Haben Sie da Beobachtungen?

Es wurde 1978 eine Statistik von der NASA veröffentlicht, an der man sehr schön sehen kann, dass Auf- und Niedergänge von hohen Kulturen – wie vom sumerischen Reich, der Mayas oder Griechen – immer in Perioden korrelierten. Diese Perioden wurden immer durch entsprechende Sonnenauffälligkeiten wie z.B. höhere Sonnenaktivitäten angesteuert. Es gibt offenbar diese Zyklen, und wenn man dieser Statistik folgt, dann stehen wir unmittelbar vor einem neuen Aufgang einer neuen Kultur, die wahrscheinlich nicht so auf egoistische Maxime ausgerichtet ist.

Aber auch den Untergang unserer Kultur bedeutet?

Das muss nichts Apokalyptisches sein. Es wäre natürlich möglich. Wenn wir uns die ganzen Zahlen anschauen, wie die Zunahme der Erdbebenaktivitäten und der Hurrikane, die Veränderungen des Klimas im Allgemeinen, kann einem schon Angst und Bange werden. Aber es gibt keine Trennung zwischen Geist und Materie. Wenn wir uns den körperlichen Bereich anschauen, also die Erde und ihre Aktivitäten, dann sind wir über unseren Geist unmittelbar damit verbunden. Sie ist eine Entsprechung von uns. Sie ist ein erweitertes Teil oder Organ von unserem Körper.

Was wir heute als Psychosomatik kennen – dass der Geist auf den Körper einwirkt – erweitert sich auf unsere Erde. Wir haben das Schicksal selber in der Hand, vielmehr als wir uns das überhaupt vorstellen konnten. Der Untergang besteht aber eher darin, dass wir das Alte durchschauen und auch als nicht brauchbar erkennen, weil es wirklich egoistische Strukturen sind.

Viele Menschen haben vor dem Chaos Angst, weil es Unsicherheit hervorruft …

Wir werden früher oder später alle nicht darum herumkommen, uns von ganz bestimmten Dingen, die in dieser Welt nicht gepasst haben, zu verabschieden. Das geschieht auf verschiedene Weise. Es kann sein, dass uns durch Ereignisse im Außen Grenzen gesetzt werden, bei denen wir die Absicht dahinter gar nicht zuordnen können, die uns in diese Situation bringt. D.h. nicht nur „Krankheit als Weg“ sondern auch „Schicksal als Weg“ sind so Dinge, die am Werken sind.

Chaos hat also eine sehr bereinigende Wirkung und ist nur von unserem Standpunkt aus chaotisch, weil eigentlich unterliegt es ja wieder einer Ordnung?

Es sind die chaotisch erscheinenden Strukturen. Nehmen wir ein Beispiel aus der Quantenphysik. Da gibt es den Zustand des Rauschens, in dem ein hohes Maß an scheinbarer Unordnung und Sturkturlosigkeit zu erkennen ist. In diesem scheinbaren Chaos steckt aber latent alle Ordnung der Welt und daraus lässt sich alles Andere abbilden: alle ordnenden Strukturen, also auch die Ordnung selber.

Unser Geist ist in der Lage, über den Beobachtereffekt Realität zu schalten. Dadurch schaffen wir unsere neuen Gedanken – die ja wieder Realität erschaffen – durch Assoziationsketten. Wir haben unsere Vorgeschichte, werden mit Informationen konfrontiert, die wir aufnehmen, und daraus bilden wir unsere neue Realität ab. Wir modifizieren, damit wirklich etwas komplett Neues entstehen kann, und das brauchen wir.

Diese entarteten Strukturen, die zu sehr die soziale Ordnung verlassen haben, die eher egoistischer Natur sind, das nenne ich Entartung. Es kann auch als chaotischer Zustand bezeichnet werden. Das lösen wir auf, in dem wir zunehmend erkennen, dass es eine Ordnung dahinter gibt. Die fühlen wir mehr, als dass wir sie über den Verstand hineinlassen. Wir fühlen, dass mit der Welt etwas nicht stimmt, und es so nicht weitergehen kann. Das sind die Dinge, die gerade passieren.

Ich bin selber als Mensch ebenso wie jedes einzelne Individuum mitverantwortlich, dass die Welt so ist, wie sie ist. Und das ist jederzeit änderbar. Aber wie soll ich mir etwas Neues erschaffen, was ich mir nicht vorstellen kann. Wenn ich nur aus alten Kontingenten meine Realität schaffe, auf alten moderaten sowie mehr oder weniger vermoderten Systemen aufbaue, dann wird kein richtiges Fundament dafür vorhanden sein. Das Fundament der eigentlichen Manifestation der Wünsche sollte immer das Herz sein. Wir fühlen, dass es so ist, dass das der Lösungsweg ist – das ist wissenschaftlich, messtechnisch belegbar.

Das Herz hat eine völlig eigene Intelligenz, die mit unserem Verstand natürlich korrespondiert – leider in noch viel zu leisen Tönen. Diese Interaktion, dass das Herz immer mehr in den Vordergrund rücken wird, dass ist das, was gerade mit der Menschheit passiert. Wir können das auch zunehmend mehr beobachten. Das ist aber gleichzeitig auch die einzige Chance für uns, aus diesem Dilemma rauszukommen. Insofern ist es durchaus zulässig, sich darüber auch verstärkt Gedanken zu machen.

Eine Lösung könnte sein, zu überlegen: Stehen wir vor einem Bewusstseinssprung? Unsere Struktur wird sich im Außen nicht viel verändern, aber unsere Wahrnehmung wird sich verändern. Wir leiten aus den Forschungsergebnissen ab, dass es nicht so sein wird, dass es so wie heute sieben Milliarden Wahrheiten und verschiedene Realitäten geben wird. Weil jeder Mensch hat eine andere Vorgeschichte.

Kann man als Mensch auch in diese Struktur von Chaos und Ordnung eingreifen?

Ja, das machen wird zum Beispiel mit jedem Bewusstseinsakt. Mit jedem Gedanken und mit jeder emotionalen Haltung greifen wir in diesen Prozess Chaos und Ordnung ein. Wir selber bestimmen letztendlich das Maß. Jeder Einzelne für sich.

Was würden Sie jedem einzelnen Menschen raten, wenn Sie sagen, jeder kann die Welt beeinflussen? Was kann jeder in seinem kleinen Umfeld machen?

Jeder sollte mehr fühlen als denken. Man kann es natürlich nicht voneinander trennen, aber wenn wir unsere Wünsche erstmals definieren, dann sind wir schon auf dem richtigen Weg. Die wenigsten Menschen tun das. Bei fast jedem Vortrag frage ich, ob sich die Zuschauer grundsätzlich eine gute Welt vorstellen können, und wie sie denn aussehen sollte. Die meisten wollen die Welt ändern, aber es hapert daran an der Umsetzung.

Wie soll man sich das vor stellen? Es kommen bestenfalls nur Schlagzeilen, wir sollen sozialer miteinander umgehen. Aber die Leute haben keine Vorstellung davon, was sozial wirklich ist. Es ist leider reduziert auf Sprechblasen, die seelenlos geworden sind. Da muss wieder eine bestimmte Ordnung hinein, damit wir richtig definieren können, was wir wirklich wollen. Das sollte viel mehr über das Herz gehen als über den Verstand. Das ist der Weg, und zunehmend mehr Menschen erkennen das auch, dass sich sozusagen die Wünsche über die Freude erfüllen.

Dabei ist wichtig zu bemerken, dass ich zwischen Spaß und Freude unterscheide. Weil ein Großteil der Dinge, die wir uns wünschen, sind meist nur kompensatorische Wünsche, weil wir genau wissen, was wir wirklich wollen. Es sind nicht die schöneren Autos, Häuser oder Reisen – wenn die da sind, ist es wieder vorbei, und es kommt der nächste Wunsch.

Es gibt den Urwunsch, der aus der Seele herauskommt. Wenn ich von einer Bewusstseinserweiterung spreche, dann meine ich, das wir erkennen, dass es noch mehr gibt, dass in unserem Herzen angelegt ist und echte Freude bereitet. Da müssen wir uns gar keine Gedanken darüber machen, ob der Wunsch vielleicht gar nicht so zulässig ist, weil er in die soziale Ordnung eingreifen könnte – das muss man gar nicht denken, in dem Moment, wo ich mir wirklich aus dem Herzen meine Wünsche erfülle. So einfach kann es sein. Zugegeben es klingt zu schön um wahr zu sein, aber ich weiß, dass es so ist.

Das heisst: Chaos ist positiv?

Ja.

DIETER BROERS. BIOGRAFIE
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Dieter Broers

Dieter Broers, Jahrgang 1951, ist Naturwissenschaftler und Philosoph, Buchautor und Filmproduzent. Er lebt und arbeitet in Österreich und Griechenland. Seine Themen und sein Interesse dreht sich stets um das zentrale Thema „Mensch, Körper, Geist, Seele“. Um die biopsychosoziale Entwicklung und spirituelle Entfaltungsmöglichkeiten. In Zusammenarbeit mit Experten aus der Biophysik, Quantenphysik, Neurobiologie, Noetik, Kosmologie, Astrophysik und Informationsmedizin kam er auf seine Erkenntnisse. Seit den 1980er-Jahren forscht der Experte auch auf dem Gebiet der Frequenz- und Regulationstherapie, was zum Einsatz von neuen Technologien im medizinischen Gesundheitsbereich führte.

Weiters arbeitet Dieter Broers u.a. in der experimentellen Forschung auf dem Gebiet der Frequenztherapie und befasst sich intensiv mit erkenntnistheoretischen Fragen und der Bedeutung von Bewusstsein in der Medizin. Aufgrund seiner wissenschaftlichen Leistung wurde Dieter Broers in das „International Council for Scientific Development“ (ICSD) berufen. Dieter Broers war von 1997 bis 2003 Direktor für Bio-Physik innerhalb des ICSD und ist bis heute im Committee for International Research Centres vertreten.

Bücher: u.a. Transformation der Erde, Matrix Code‚ Gedanken erschaffen Realität, Revolution 2012, Checkliste 2012 – Sieben Strategien, wie Sie die Krise in Ihre Chance verwandeln, Der Glückscode, Sonnenzeit – Aufbruch in eine neue Ära, Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden

Filme: (R)Evolution 2012, Solar (R)Evolution

Weitere Infos: dieter-broers.de, chaos-ordnung.org

Magazin Zoë 06/16

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