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Green School in Bali

Die Green School ist eine in ihrer Art einzigartige internationale Schule, die sich in einem paradiesischen Bambuswald in Bali/Indonesien befindet. Gegründet haben die Schule der Kanadier John Hardy und seine balinesischen Frau Cynthia im Jahre 2008 – zu diesem Zeitpunkt war das Paar eigentlich schon im Ruhestand. Doch als sie sich gemeinsam die Dokumentation zu den tragischen Folgen des Klimawandels ansahen, war es vorbei mit dem Zurücklehnen und Kokosnüsse schlürfen.

Der Dokumentarfilm „Eine unbequeme Wahrheit“ von Alan Gore über die globale Klimaerwärmung bewegte John und Cynthia Hardy so sehr, dass sie beschlossen, der Welt und dem Ort etwas zurückzugeben. Sie selbst hatten ein sehr schönes, glückliches Leben in Bali verbracht und waren zudem im Juweliergeschäft erfolgreich. Doch seither ist der „Ruhestand“ des Ehepaars davon geprägt, aktiv in Bali etwas Außerordentliches entstehen zu lassen.

„Wenn nur ein Teil von dem wahr ist, werden meine Kinder nicht mehr das schöne Leben führen können, das ich hatte“, erklärt John Hardy seine Beweggründe. Da John Hardy als legasthenisches Kind in der Schule mehr als nur unglücklich war und auch hier einen neuen Geist einbringen wollte, wurde die Idee geboren eine holistische Schule zu gründen, die auf nachhaltigen, umweltbewussten, selbstständigen und kreativen Prinzipien aufgebaut ist. Eine internationale Schule für Balinesen und für Schüler aus aller Welt sollte entstehen, für die „grünen Manager“ von morgen, um neue Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen. Diese Schüler werden es sein, die auch in Zukunft dazu beitragen, die Welt zu erhalten.

Ein Schulsystem biegsam wie Bambus

Schon die Konstruktion der Green School gleicht keiner anderen Institution auf der Welt. Gebaut wurde sie aus natürlichem, lokal vorhandenem Material: aus dem schnell wachsenden und biegsamen Bambus. Es entstand eine faszinierende Architektur mit offenen Räumen, natürlichem Licht sowie einer natürlichen Belüftung: das größte aus Bambus gebaute Gebäude der Welt. Die Klassenzimmer haben keine Wände, die Lehrer schreiben auf Bambustafeln und auch die runden Tische sind aus Bambus.

„Man braucht für den Bau eines einzigen Hauses nur fünf ausgewachsene Bambusse! Das ist alles, was man im ganzen Leben benötigt!“, erklärt der Pionier fasziniert, warum die Baustoffauswahl zu Recht auf den Bambus fiel. Natürlich sind auch eine nachhaltige Stromversorgung und sämtliche örtliche Ressourcen wie Wasser und Sonne als Energiequellen integriert. So kommt der Strom z.B. aus einem eigens am Fluss installierten Wirbelkraftwerk oder eben aus der Sonnenenergie.

Lernen macht Spaß!

Die Wurzeln für das Schulsystem entnahm John Hardy der Waldorfschule. Auch wenn die Green School keine Waldorfschule im ursprünglichen Sinne ist, ist viel von diesem natürlichen Konzept in die Green School eingeflossen. Demnach sind die Lehrer, die auch von verschiedenen Erdteilen stammen, gefordert, den Unterricht so zu gestalten, dass sie eher eine Art Wegbegleiter für die jungen Menschen darstellen. Der Unterricht wird von den Schülern somit auf Augenhöhe erlebt. Er macht ihnen Spaß, Lachen ist erwünscht sowie auch die Freiheit, sich selbst einzubringen.

Ebenso werden sie nicht kontrolliert. Soziale Nachhaltigkeit bedeutet ja auch, die Selbstverantwortung zu fördern. 400 Schüler sind derzeit dort eingeschrieben. Der Lehrplan ist wie in einer traditionellen Schule, der Abschluss einer akademischen Hochschule gleichwertig. Jedoch wird den jungen Menschen zusätzlich zu den üblichen Unterrichtsfächern auch Wissen rund um das Thema Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein vermittelt. Zum Beispiel gibt es auch Unterricht in Gartengestaltung oder Gemüse- und Obstanbau. Ein Fach davon ist obligatorisch, die anderen kann man sich aussuchen. Das Haustier ist übrigens eine Schulkuh.

Mittlerweile ist die Green School zu einem Riesenprojekt angewachsen, von dem auch die balinesische Bevölkerung auf mehreren Ebenen profitiert. Beispielsweise entstanden rund um die Schule nachhaltige Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen. Auch das zur Green School gehörende Green Camp bietet Familien und Schulen grünen Dschungelspaß an. So können auch Reisende den „Spirit“ der Green School erleben.

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    1. John Hardy im Interview

John Hardy erzählt seine Beweggründe, Hintergründe und die Geschichte.

    2. Eine unbequeme Wahrheit 2

Die Fortsetzung von Alan Gores Filmdokumentation „Eine unbequeme Wahrheit" aus 2017. Immerhin hat sein erster Film wirklich bewegt und Projekte wie die Green School bewirkt. (Trailer)

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