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Keith Haring: Kunst gegen Krieg und Unterdrückung

Die Figuren von Keith Haring wirken auf den ersten Blick oft nur wie einfache Strichmännchen, jedoch wollte der amerikanische Künstler viel mehr als nur das mit seinen Werken ausdrücken. Mit seinen comicartigen Werken hinterfragt er die Entwicklung der Gesellschaft und deren Auswirkung auf das Individuum. Noch bis heute prägt sein Stil die Pop-Art.

Nur 31 Jahre dauerte Keith Harings kurzes, aber sehr erfolgreiches Künstlerleben. Er wurde 1958 geboren und starb 1990 in New York an den Folgen seiner AIDS-Erkrankung. Schon als Kind interessierte sich Haring für Kunst und insbesondere für Comics. Im Alter von 20 Jahren gelang Haring seine erste Einzelausstellung im Pittsburgh Arts and Crafts Center. Er zog noch im selben Jahr nach New York. Dort lernte er Künstler kennen, die nicht nur im Museum ausstellten, sondern ihre Kunst mit allen Menschen teilen wollten. Haring ließ sich von dieser Szene mitreißen und auch stark beeinflussen.

Subway Drawings

Auch er begann mit seinen ersten Arbeiten im öffentlichen Raum. Einige Zeit Später fing er an seine Tags zu hinterlassen: zum Beispiel das krabbelnde Baby oder seinen Hund. Im Laufe der Zeit begann er mit Kreide auf den freien, dunklen Werbeflächen der New Yorker U-Bahn-Stationen zu malen. Diese sogenannten „Subway Drawings“ entstanden von 1980 bis 1985. Seine Figuren waren geprägt von schnellen, aber präzisen weißen Linien auf schwarzem Untergrund. Haring begann immer mit einem weißen Rahmen als Bildbegrenzung. Erst dann malte er die für ihn typischen Figuren und Gegenstände: Hunde, UFOs, Strahlenbabys und Menschen, welche häufig Anspielungen auf politische Ereignisse, Kriege. AIDS oder andere Krisen seiner Zeit beinhalteten. Aber auch Umwelt und Unterdrückung durch den Kapitalismus waren wichtige Themen in seinen Arbeiten.

Die erste Einzelausstellung in der „Tony Shafrazi Gallery“ hatte Haring 1982 und erzielte damit seinen internationalen Durchbruch. Da sich Haring zuvor eher auf das Zeichnen konzentriert hatte, malte er für diese Ausstellung erstmals. Zusammen mit dem Graffiti-Künstler L.A. II bemalte Haring Reproduktionen berühmter Skulpturen, wie zum Beispiel den David von Michelangelo. Im Zuge dieser Arbeiten entwickelte Haring eine Art labyrinthischen Stil, bei dem viele Zeichnungen die Fläche bis zum kleinsten Raum ausfüllten.

Kunst für alle Menschen

Haring wollte nicht, dass seine Kunst nur für Leute zugänglich war, die genug Geld hatten. Deswegen eröffnete er 1986 einen sogenannten „Pop Shop“ in New York. Er verkaufte dort die verschiedensten Produkte, auf denen seine Kunst zu sehen war. Dadurch sollten sich mehr Leute einen Teil seiner Kunst leisten können. Der Shop wurde 2005 geschlossen.
Bereits bevor Haring 1988 von seiner AIDS-Erkrankung erfuhr, nahm er bei verschiedenen Benefiz-Aktionen gegen AIDS teil. Auch in seiner Kunst versuchte er die Krankheit zu verarbeiten.

Nach seiner Diagnose setzte sich Haring weiterhin aktiv gegen AIDS ein. 1989 engagierte er sich in der Widespread-Kampagne für die AIDS-Vorsorge. „Tuttomondo“ war Harings letztes öffentliches Werk – an der Außenwand einer Kirche in Pisa. Obwohl der US-amerikanische Künstler so jung starb, prägte er stark die Pop-Art und setzte sich sein Leben lang, mithilfe seiner Kunst, gegen Unterdrückung, Krieg und Ungerechtigkeit ein.
Heuer wäre der Künstler 60 Jahre geworden, deshalb widmet ihm die Wiener Albertina eine umfassende Ausstellung.

Fotos und Text: Sara Pilz

Die Ausstellung ist noch bis 24. Juni 2018 zu sehen: Albertina: 1010 Wien, Albertinaplatz 1.

www.albertina.at

 

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