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Naturheilkunde: Selbst ist der Mensch

Heilpflanzen unterstützen den Menschen, an Leib und Seele gesund zu bleiben oder zu werden.

„Bevor eine naturheilkundliche Empfehlung abgegeben werden kann, müssen Krankheit, Schmerz sowie Ursache schulmedizinisch abgeklärt werden“, erläutert Ulrike Köstler gleich vorweg. „Naturheilkundliche Anwendungen sind sicherlich kein Ersatz für notwendige Schmerztherapien. Aber sie können präventiv oder begleitend auf seelischer und körperlicher Ebene viel bewirken.“

Die Kräuterfachfrau und dipl. TEH-Praktikerin sieht die Kräuterheilkunde als Impulsgeber und Heilunterstützung zur Stärkung der Eigenregulation und der Selbstheilungskräfte. Schmerzen haben zum Beispiel verschiedenste Ursachen und sind körperlicher oder psychischer Natur. „Sie haben auf jeden Fall viel mit der Art der Lebensführung zu tun“, so Ulrike Köstler. „Heilpflanzen haben die Kraft, heilende Veränderungen durchzuführen, wodurch Menschen zu einem ausgewogenen Lebensrhythmus zurückfinden.“

Selbst-Bewusst

Allein der Faktor, dass jeder Mensch sich bewusst wird, dass er selbst Einfluss auf seine Lebensführung nehmen kann, sich gezielter ernähren oder bei Schmerzzuständen begleitend selbst etwas tun kann, unterstützt seinen selbstwirksamen Heilungsprozess. Dazu gibt es zahlreiche Möglichkeiten aus der Naturheil- und Kräuterheilkunde, die sowohl innerlich als auch äußerlich wirkungsvoll sind.

Innen & Außen

Äußerliche Anwendungen mit Kräutern sind z.B. Wickel, Kompressen oder Bäder. Innerliche Anwendungen kommen in Form von Essenzen, Tees, Inhalationen und Ernährung zum Einsatz. „Man kann durch bestimmte Ernährungsformen oder durch bestimmte orthomolekulare Substanzen und Mikronährstoffe den Stoffwechsel unterstützen“, erklärt Ulrike Köstler. „So können Schmerzmedikamente besser greifen und vielleicht kann auch die Dosis dadurch reduziert werden. Außerdem kann seitens der Ernährung das Schmerzgeschehen so beeinflusst werden, dass der Organismus nicht noch zusätzlich belastet wird, sondern Schmerzen wirklich gelindert werden.“

Kongress für Allgemeinmedizin, November 2017

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