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Westliche Kräuter aus der Sicht der TCM

Nachdem die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) in den letzten Jahren in Europa einen dermaßen großen Aufschwung erlebte, könnte man fast meinen, dass chinesische Kräuter wirkungsvoller sind als die heimischen. Dies ist jedoch ein Trugschluss. Viele chinesische Rezepturen werden mittlerweile mit westlichen Kräutern angereichert. Immer mehr TCM-Ärzte sind sogar dazu übergangen ihre Rezepte vorwiegend mit heimischen Kräutern zu erstellen. Dies ist nicht nur nachhaltiger, sondern auch kostengünstiger.

Meist wächst – vor allem nach der chinesischen Philosophie – alles im unmittelbaren Umfeld des Menschen, was er tatsächlich zu der bestimmten Jahreszeit benötigt. Vor allem auf dem Gebiet der bitteren sowie entzündungshemmenden Kräuter wie z.B. Enzian, Löwenzahn, Erdrauch, Frauenmantel haben wir hierzulande sehr viele Kräuter, die stark wirksam für hiesige Bedürfnisse sind. Ein Spezialist auf dem Gebiet der Phytomedizin ist Dr. Florian Ploberger. Gleichzeitig in der chinesischen, tibetischen und westlichen Medizin zuhause, betrachtet der Experte am liebsten westliche Kräuter aus der östlichen Sicht.

„Das würde ich nicht sagen“, ist die klare Antwort von Dr. Florian Ploberger auf die Frage, ob chinesische Kräuter wirkungsvoller als westliche sind. „Phytomedizin ist eine Erfahrungsmedizin und die chinesische hat der westlichen Medizin gegenüber den Vorteil, dass die Kräuter präziser beschrieben werden und dadurch präziser anwendbar sind. Bei vielen Krankheitsbildern der chinesischen Medizin haben wir aber derart gute westliche Kräuter, dass auf die chinesischen komplett verzichtet werden kann“, so der Experte. Eine Ausnahme ist das sogenannte Qi- oder Blut-Tonic mit Ginseng, Angelicae Sinensis oder Rx. Astragali – diese sind in ihrer Wirkung nicht 1:1 bei uns vertreten.

Die Rezeptur ist der große Unterschied

Der tatsächlich große Unterschied zwischen Ost und West ist nicht in den Kräutern selbst oder deren Wirkkraft zu finden, sondern in ihrer ausgewogenen Kombination. Die Stärke der chinesischen Medizin liegt darin, dass Rezepturen individuell auf die persönlichen Bedürfnisse des jeweiligen Menschen zusammengestellt werden. Jeder Student der chinesischen Medizin muss die wichtigsten Einzelkräuter als auch zahlreiche Rezepturen erlernen. „Aus der Sicht der chinesischen Medizin werden nicht Einzelkräuter, sondern Kräuterkombinationen verschrieben“, erläutert Florian Ploberger. „Das hat den Vorteil, dass so gut wie keine Nebenwirkungen auftreten, weil stark wirksame Kräuter mit solchen kombiniert werden, die Nebenwirkungen mildern. Da gibt es nicht nur das eine Schlafkraut oder das PMS-Kraut.“ Insofern rät der Experte sich bei gröberen Beschwerden sich vom TCM-Arzt diagnostizieren zu lassen. Dadurch erhölt man dann eine entsprechende persönliche Therapie.

Westliche TCM

Mittlerweile arbeiten zunehmend mehr TCM-Ärzte mit Rezepten die oft vorwiegend aus westlichen Kräutern zusammengestellt werden. Dies ist nicht nur nachhaltiger, sondern auch kostengünstiger. Zudem sind die heimischen Kräuter jedem irgendwie ein Begriff. „Die Menschen hier sind damit vertrauter, bei vielen wachsen sie ja sogar im eigenen Garten“, so Florian Ploberger.

Mehr Infos und Bücher: florianploberger.com

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